Der Eisvogel ist klein, schnell und oft nur für wenige Sekunden sichtbar. Wer ihn fotografieren möchte, braucht deshalb vor allem Geduld, einen ruhigen Platz am Gewässer und etwas Glück.
Beobachten und warten
Bevor ich mit dem Fotografieren beginnen konnte, musste ich zuerst das Verhalten des Eisvogels beobachten. Die Vögel nutzen häufig dieselben Äste als Sitzplätze und fliegen bestimmte Abschnitte eines Gewässers regelmässig ab. Wer diese Gewohnheiten kennt, kann besser einschätzen, wo der Eisvogel auftauchen könnte.
Als ich an meinem Fotospot ankam, suchte ich mir einen geschützten Platz und tarnte mich möglichst gut. Danach hiess es vor allem: ruhig bleiben und warten. Lange passierte nichts, doch dann landete der Eisvogel plötzlich auf einem Ast in der Nähe. Sein leuchtend blau-oranges Gefieder war sofort zu erkennen.
Besonderer Moment
Dieser Augenblick war für mich besonders, weil man einen Eisvogel nur selten aus der Nähe beobachten kann. Meistens nimmt man ihn lediglich als schnellen, blauen Schatten wahr, der knapp über das Wasser fliegt. Umso schöner war es, genügend Zeit zu haben, ihn zu beobachten und einige Fotos aufzunehmen.
Trotz aller Begeisterung steht der Schutz des Vogels immer an erster Stelle. Besonders während der Brutzeit ist es wichtig, grossen Abstand zu halten und mögliche Brutplätze nicht zu stören. Ein gutes Naturfoto entsteht dann, wenn sich das Tier weiterhin natürlich verhält und durch die Anwesenheit des Fotografen nicht beeinträchtigt wird.
